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Foto: © Christel Wollmann-Fiedler/TERRE DES FEMMESFoto: © Christel Wollmann-Fiedler/TERRE DES FEMMES


Frauen, die nach Deutschland geflohen sind und hier Schutz suchen, stehen vor großen Herausforderungen. Viele von ihnen sind vor geschlechtsspezifischer Gewalt wie Genitalverstümmelung, Gewalt im Namen der Ehre oder Zwangsverheiratung aus ihrem Herkunftsland geflohen. Auf der Flucht sind sie erneut einem besonderen Risiko frauenspezifischer Gewalt ausgesetzt. Angekommen in Deutschland sind sie durch diese Erfahrungen in besonderem Maße physisch und psychisch belastet.

Für eine gelungene gesamtgesellschaftliche Teilhabe müssen geflüchtete Frauen weitere Hindernisse überwinden: Viele geflüchtete Frauen kommen aus Ländern, in denen ein patriarchales Rollenverständnis von Frau und Mann herrscht. Aufgrund der dadurch entstehenden geschlechtsspezifischen Benachteiligungen in ihrem Herkunftsland, haben viele Frauen zum Beispiel kaum oder keine formale Bildung erhalten und damit einen erschwerten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Darüber hinaus sind geflüchtete Frauen mit Kindern stark in ihrer Mobilität eingeschränkt.

Um Frauen die gesamtgesellschaftliche Teilhabe in Deutschland zu erleichtert und zwischenmenschliche Begegnungen zu fördern, startet TERRE DES FEMMES deshalb das Patinnenprogramm CONNECT – Empowerment für geflüchtete Frauen.

Wer soll unterstützt werden: Das Projekt CONNECT richtet sich an geflüchtete Frauen, die derzeit in Berlin leben - unabhängig von ihrem aufenthaltsrechtlichen Status.

CONNECT verfolgt das Ziel, geflüchtete Frauen bei ihrem Ankommen in Deutschland zu unterstützen und sie auf ihrem Integrationsweg zu begleiten. Ziel ist es, dass sie ein selbstbestimmtes und freies Leben in Deutschland führen können.

Wer soll unterstützen: Zum anderen richtet sich das Projekt an Frauen, die in Deutschland geboren sind oder bereits erfolgreich in Deutschland integriert sind und eine mindestens einjährige ehrenamtliche Patenschaft eingehen möchten.

Was beinhaltet die Patenschaft: Die Patinnen werden die geflüchteten Frauen durch wöchentliche Treffen bei ihrem Ankommen in Deutschland begleiten und sie bei ihrer Integration unterstützen. Die Patinnen begleiten die Geflüchteten bei Behördengängen, unterstützen sie bei der Suche nach geeignetem Wohnraum, Sprachkursen, einer Arbeitsstelle, gegebenenfalls einer Kinderbetreuung sowie beim Aufbau eines sozialen Netzwerkes. Natürlich können die Treffen auch für gemeinsame Unternehmungen genutzt werden.

Vor Beginn der Patenschaft werden die zukünftigen Patinnen umfassend geschult beispielsweise zu Weiterbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, Asylrecht, medizinischer Versorgung, zur Kinderbetreuung und zu Freizeitangeboten – immer unter Berücksichtigung möglicher geschlechtsspezifischer Bedarfe. Auch sollen die zukünftigen Patinnen über die Berliner Unterstützungsstrukturen in Fällen geschlechtsspezifischer Gewalt informiert und für geschlechtsspezifische Gewaltformen sensibilisiert werden.

Foto: © iStock.com/Juanmonino

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